Tabletten nach neuestem Rezept

Das Hightech Zentrum Aargau hat die Rohrer AG bei zwei Entwicklungsprojekten begleitet: Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie und bei einem KTI-Projekt, das noch im Gang ist.

Das Werkzeug- und Maschinenbauunternehmen Rohrer AG arbeitet an einem innovativen Verfahren zur Herstellung von gefriergetrockneten Tabletten. Als Katalysator und Türöffner hat sich in verschiedenen Entwicklungsprojekten des Fricktaler KMU auch das Hightech Zentrum Aargau engagiert.

Die Kernkompetenz der Rohrer AG ist das Entwickeln und Produzieren von Verpackungslösungen mit flexiblen Folien. Die Form- und Schnittwerkzeuge sowie die Maschinen werden nach Mass gefertigt.  Rohrer zählt rund 70 Mitarbeitende und verfügt über Niederlassungen in den USA, Frankreich und Russland. Die Kunden stammen vorwiegend aus der Pharma- und der  Lebensmittelindustrie. Eines der strategischen Projekte, mit denen sich Rohrer schon länger beschäftigt, betrifft die Produktion einer speziellen Klasse von Tabletten: „Orally Disintegrating Tablets“ (ODT), hochdispersible Tabletten. Diese können ohne Wasser eingenommen werden und lösen sich innert weniger als 5 Sekunden im Mund auf. Weltweit wächst das ODT-Segment seit Jahren überdurchschnittlich.

Rohrer setzt auf ein neuartiges Verfahren zur Herstellung der gefriergetrockneten Tabletten. Dieses ermöglicht eine schnellere Trocknung und damit eine höhere  Automatisierung der Produktion. Zudem lassen sich auch nichtlösliche Wirkstoffe und biologische Substanzen verarbeiten und es können höhere Wirkstoffdosierungen erreicht werden. Marco Romanelli, Experte des Hightech Zentrums Aargau, stellte den Kontakt zu Rohrer her. Für das Unternehmen stand die Frage der Optimierung seines Verfahrens durch eine pharmazeutische Fachstelle   im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde eine Machbarkeitsstudie („Lyopan“) gestartet.

Hans-Peter Rohrer, CEO Rohrer AG, Möhlin

«Eines unserer strategischen Projekte betrifft die Produktion von hochdispersiblen Tabletten – „Orally Disintegrating Tablets“ –, die sich innert weniger als fünf Sekunden im Mund auflösen. Wir haben ein innovatives Verfahren zur Herstellung der gefriergetrockneten Tabletten entwickelt. Die Verfahrensoptimierung durch eine pharmazeutische Fachstelle war ein zentrales Anliegen. Ein grosser Mehrwert unserer Zusammenarbeit mit dem Hightech Zentrum Aargau besteht darin, dass wir so schnell den richtigen Platz für unser Entwicklungsprojekt gefunden haben. Als Forschungspartner konnte das Institut für Pharma-Technologie an der Fachhochschule der Nordwestschweiz in Muttenz gewonnen werden.»

Speziell ist die Kombination von Maschinenbau-Fachwissen und Pharma-Fabrikationskompetenz. Als Forschungspartner konnte das Institut für Pharma-Technologie an der Fachhochschule der Nordwestschweiz FHNW in Muttenz gewonnen werden. Auf deren Areal in Basel steht eine kleinere Testanlage im Einsatz, auch für Versuche mit Substanzen von Pharmafirmen. Hans-Peter Rohrer: „Das Hightech Zentrum Aargau hat uns diesen Weg geöffnet. Ein grosser Mehrwert unserer Zusammenarbeit besteht darin, dass wir so schnell den richtigen Platz für unser Entwicklungsprojekt gefunden haben.“

Auf einen Blick

Das Hightech Zentrum Aargau hat die Rohrer AG bei zwei Entwicklungsprojekten begleitet: Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie und bei einem KTI-Projekt, das noch im Gang ist.