Direkter Zugriff für die Kunden

Das HTZ hat die Stobag im Rahmen einer Machbarkeitsstudie bei der Neukonzipierung der Online-Bestellungen massgeblich unterstützt. Der innovative Produkt-Konfigurator dient der optimalen Benutzerführung und ist für die Wahrung der Konkurrenzfähigkeit essenziell. Ein Folgeprojekt läuft.

Ein zentrales Element der Digitalisierungsstrategie des Storenspezialisten Stobag AG betrifft deren Webshop: Im Zentrum steht die Einführung eines nutzerfreundlichen, integrierten Tools für Online-Bestellungen. Das HTZ leistet wichtige Schrittmacherdienste.

Die Stobag AG gehört seit Jahren zu den führenden Schweizer Anbietern von massgeschneiderten Sonnen- und Wetterschutzsystemen. Sie beschäftigt rund 700 Mitarbeitende, davon knapp die Hälfte in der Schweiz. Die Produkte werden inhouse entwickelt, an fünf Standorten hergestellt und über zertifizierte Fachhändler vertrieben. Das Segment „Outdoor-Living“ ist ein Wachstumsmarkt, aber der Wettbewerbsdruck ist gross und es werden zunehmend Einzelanfertigungen verlangt.

Das Hightech Zentrum Aargau (HTZ) hat die Stobag AG bereits bei der Entwicklung der Digitalisierungsstrategie begleitet. Für deren Implementierung wählte die Stobag AG das vom HTZ mitentwickelte Online-Tool Quickstarter 2025.

„Der Quickstarter 2025 half dabei, das Thema Digitalisierung strukturiert anzugehen und die richtigen Schwerpunkte zu setzen.“

Bernhard Isenschmid, Technologie- und Innovationsexperte des HTZ

„Das HTZ konnte uns als Sparringpartner wichtige Inputs geben.“

Daniel Fiechter, Group Chief Information Officer der Stobag AG

Lösung für 3D-Visualisierung

Das HTZ wurde von der Stobag AG auch für die Realisierung ihres bisher gewichtigsten Digitalisierungsprojekts beigezogen: Die Entwicklung einer webbasierten Lösung für eine einfache Interaktion und Produktkonfiguration im dreidimensionalen Raum sowie für die Bestellungen. Der bestehende Webshop hatte Schwächen. Zwar konnte der Fachhandel einfache Produkte konfigurieren und bestellen, diese jedoch nicht direkt visualisieren; der Wunsch nach Visualisierung betrifft zunehmend auch Einzelanfertigungen. Zudem war die Applikation bezüglich Oberfläche und Benutzerführung veraltet. HTZ-Experte Isenschmid initiierte eine Machbarkeitsstudie, in die das Institut für Interaktive Technologien der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW einbezogen wurde. Die Studie konnte mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden. Der Lösungsweg ist aufgezeigt. Das Projekt legte die Basis für einen durchgängigen, digitalen Bestellprozess. Die grösste Herausforderung dürfte die Heranführung der Kunden an den Konfigurationsprozess sein. Gelingt dies, so wird dies die Kundenbindung weiter fördern.

Alain Michel, CEO Stobag, Muri

«Dank diesem Projekt können wir die Position als Marktführer in der Schweiz weiter ausbauen.»

Auf einen Blick

Das HTZ hat die Stobag im Rahmen einer Machbarkeitsstudie bei der Neukonzipierung der Online-Bestellungen massgeblich unterstützt. Der innovative Produkt-Konfigurator dient der optimalen Benutzerführung und ist für die Wahrung der Konkurrenzfähigkeit essenziell. Ein Folgeprojekt läuft.

Prof. Dr. Doris Agotai, Institutsleiterin der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Technik des Institut für Interaktive Technologien IIT, Stobag AG

«Die Kooperation mit der Stobag ist für uns äusserst spannend. Wir entwickeln gemeinsam neue, performante 3D-Konfigurationsmethoden. Die geplante Applikation soll die Gestaltung individualisierter Produkte über eine Webplattform ermöglichen. Dafür betrachten wir parametrische Modelle entlang der gesamten CAD-Pipeline und stellen zugleich sicher, dass durch die Nutzerzentrierung das Kundenerlebnis im Zentrum steht. Dies erfordert die Verknüpfung aktuellster Erkenntnisse über 3D-Webtechnologien mit Methoden aus der Gameentwicklung und dem Design.»