PFAS-Regeln: der aktuelle Stand

10.03.2026

Der Weg zu einer Welt ohne per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) ist steinig. Das zeigte sich deutlich am viel beachteten Workshop «PFAS in der industriellen Anwendung – wie weiter?», den das HTZ gemeinsam mit dem nationalen thematischen Netzwerk «Innovative Surfaces» im Frühjahr 2025 organisierte.

Die in Brugg anwesenden Expertinnen und Experten waren sich einig: Für viele industrielle Anwendungen – ob Beschichtungen, Dichtungen oder funktionale Oberflächen – sind gleichwertige PFAS-freie Lösungen nur schwer zu finden. Ausserdem ist die Suche nach Ersatzstoffen für die hochbeständigen fluorierten Chemikalien technisch anspruchsvoll und wirtschaftlich riskant. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) wertet zurzeit die Resultate einer europaweiten Vernehmlassung aus. Der 2023 publizierte und zuletzt im Oktober konkretisierte Beschränkungsvorschlag für Branchen wie die Kosmetik-, Textil- oder Lebensmittelindustrie wird umfassend überarbeitet; dabei prüft die ECHA auch Einsatzgebiete, die bisher nicht im Fokus standen – darunter Druck- und Dichtungsanwendungen, Maschinenbau, technische Textilien, militärische Nutzung oder pharmazeutische Verpackungen. Wie die Diskussionen in Fachkreisen zeigen, braucht der Wandel Zeit und intensive Zusammenarbeit. Das HTZ arbeitet deshalb in diversen Innovationsprojekten mit Industriepartnern an neuen Materialien und Substitutionsstrategien.

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