Mini-Magnet misst sich an stärksten Magneten der Welt
10.04.2026Ein handtellergroßer Magnet der ETH Zürich erzeugt Magnetfelder bis zu 42 Tesla und benötigt dafür weniger als ein Watt Leistung. Für den Durchbruch wickelte das Team einen bandförmigen Supraleiter eng auf.
Für den Bau seines Magneten verwendete das Team aus Zürich ein dünnes Band aus dem Hochtemperatursupraleiter REBCO (rare earth barium copper oxide), das bei 4,2 K, also −269 °C, elektrischen Strom ohne Widerstand leitet. Dabei floss ein Strom von rund 1000 Ampere. Die Forschenden wickelten das Band zu flachen Spulen und stapelten diese übereinander.
Entscheidend für den Erfolg war eine spezielle Wickeltechnik, die eine nahtlose Verbindung zwischen den Spulen ermöglicht, ohne das empfindliche Supraleiterband zu beschädigen.
Künftig könnten solche Magnete die Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) verbessern, mit der Chemiker die Struktur von Molekülen erforschen, etwa um Medikamente oder neue Materialien zu entwickeln. Höhere Magnetfelder verbessern dabei sowohl die Empfindlichkeit als auch die Auflösung der Messungen und verkürzen die Messzeiten. Das Team führte bereits erfolgreiche erste Tests durch. Noch ist das Magnetfeld zu ungleichmäßig für hochauflösende NMR-Spektroskopie. Eine präzisere Temperaturregelung könnte die Homogenität künftig verbessern. (spa@ct.de)
Weitere Informationen finden sie hier: Originalpublikation, Video und Termine: ct.de/yqjg
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ETH Zürich
