Drohnen, so leicht wie eine Hummel

26.03.2021

Ein Forscherteam hat eine neue Generation von winzigen, wendigen Drohnen entwickelt, die wie echte Insekten aussehen, sich wie diese verhalten und manövrieren, so dass sie auf engstem Raum operieren und Kollisionen aushalten können.

Um insektenkleine Flugdrohnen zu bauen, ist Assistenzprofessor Kevin Yufen Chen am MIT neue Wege gegangen. Für den Antrieb konzipierten Chen und seine Mitstreiter mit Kohlenstoff-Nanotubes ummantelte Gummizylinder. Unter elektrischer Spannung verkürzen sich diese Zylinder und entspannen sich anschließend wieder. Mit diesen Aktuatoren machen Minidrohnen bis zu 500 Flügelschläge in der Sekunde. Insgesamt kommen die Kleinstflieger auf etwa 0.6 Gramm, nur etwas mehr als das Gewicht einer etwas Hummel. In Versuchen gelangen mit ihnen laut MIT Flugmanöver bis hin zu Loopings, wobei sie bei Kollisionen schnell wieder in eine stabile Fluglage kamen. Derartige Minidrohnen könnten einmal dazu dienen, schwer zugängliche Maschinen zu inspizieren oder Blüten zu bestäuben.

Originalpublikation:

Y. Chen, S. Xu, Z. Ren and P. Chirarattananon, "Collision Resilient Insect-Scale Soft-Actuated Aerial Robots With High Agility",  IEEE Transactions on Robotics, doi:10.1109/TRO.2021.3053647

 

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